Dienstag, 11. Februar 2014

Der Brief einer halunkistanischen Mutter

OLGA TROFIMOWA
Straße der Freiheit 212
Eminabad/Halunkistan


Erhabener Muchtar,
lieber Bruder Taras,

weit über die Grenzen unseres schönen Landes Halunkistan hinaus rühmt man Dich als einen Kämpfer für Freiheit und Gerechtigkeit. Für die Freiheit Deines Volkes hast Du gestritten und geblutet. Mein Ehemann diente unter Deinem Kommando, als Du noch die Halunkenmiliz geführt hast. Vielleicht kannst Du Dich an ihn erinnern?

Du kennst Schmerz und Trauer und Not. Ebenso wie die meisten Menschen in unserer Heimat. Du hast für eine bessere Welt gekämpft. Wir Halunkistaner können heute glücklich in Frieden, Wohlstand und Gerechtigkeit leben. Doch anderswo herrscht Ungerechtigkeit. Selbst in weit entwickelten Ländern wird tausendfach getötet. Es tut mir weh. Und daher möchte ich, eine einfache und bescheidene Frau, eine dreifache Mutter, Dich fragen, was wir in Halunkistan tun können, um das Sterben auf dieser Welt zu verringern.

Man beruft sich in Ländern, die ihre Kinder aus dem Mutterleib reißen und auf den Müll werfen, gerne auf die Menschlichkeit. Doch bringt diese Form der Menschlichkeit nicht Unschuldigen den Tod? Vernichtet man nicht Leben, nur weil es nicht gewollt ist? Ist dies nicht die gleiche Menschlichkeit, Erhabener, Bruder Taras, unter deren Tyrannei vielen unserer Geschwister der Kopf abgeschlagen wurde, damals in den Zeiten der Unterdrückung durch die gottlosen Idiotistaner?

Können wir denn diese Kinder nicht retten? Nicht ein paar wenige? Nicht eines?

Deine Olga

Samstag, 8. Februar 2014

HPA-Nachricht

[HPA/absurdistan] Der Leuchtturm der Weisheit, Prof. Dr.³ Wsewolod Kaminin, ranghöchster Wissenschaftler des Muchtarats Halunkistan, begrüßt den erneuten Vorstoß des Absurdischen Rates zur Eliminierung der Begriffe ›Mutter‹ und ›Vater‹. Stattdessen sollte der Begriff ›Sonstwas‹ etabliert werden. »Je weniger die Absurdistaner über natürliche Vermehrung wissen, desto schneller kann die restliche Welt gerettet werden«, so Kaminin.

Auch die Begriffe ›Mann‹ und ›Frau‹ sind für absurdische Verhältnisse diskriminierend und sollten durch ›Hänsel‹ und ›Gretel‹ ersetzt werden, so der hochdekorierte Universalwissenschaftler. Die gemeinsame Endung schaffe gemäß Kaminin Nähe, Harmonie und ein Gefühl der Gleichheit.

Halunkistans Ministerpräsident Ilja Rasin zeigte sich humorvoll: »Die Silbe EL als harmonisches Bindeglied? Steht bestimmt für Extrem Lächerlich. Wie bei TrottEL und EsEL.«

Muchtar Taras Sirko XIII. war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Über eine Sprecherin ließ er unserer Agentur mitteilen: »Die Bewertung der Absurdischen Union wurde durch das US-Außenministerium bereits hinlänglich vorgenommen. Dieser Einschätzung muss nichts hinzugefügt werden.«

Professor Kaminin weiter: »Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen stammen nicht alle Menschen von Adam und Eva ab. Auch Tarzan und Chita sollen rege beteiligt gewesen sein.«

hpa

Ein Nachtrag:

»Um für die Abschaffung der Begriffe ›Mutter‹ und ›Vater‹ zu protestieren, würde sich gewiss keines meiner Mädels nackig machen.«

Alexa Schewtschenko
Vorsitzende ›Femen pro Muchtar‹

Mittwoch, 5. Februar 2014

HPA-Nachricht

[HPA] Hochrangige halunkistanische Wissenschaftler haben einige der letzten Rätsel der Welt und der Menschheit gelöst. Hier ein paar erste Erkenntnisse:

1.
Ein Affe wird auch dann nicht zum Menschen, wenn man ihn bekleidet, ihm die Haare kämmt und ihn in die Schule schickt. Die Evolutionstheorie kann somit verworfen werden, zumal alle Projekte zur Vermenschlichung des Affen gescheitert sind. Ein Affe bleibt ein Affe.

2.
Ein Urknall hat niemals stattgefunden, da alle biologischen Einheiten (Lebewesen) sonst dadurch taub geworden wären. Da aber die biologischen Einheiten durchaus zum Hören in der Lage sind, obwohl sie sich oft genug davor verschließen, kann die Urknalltheorie ebenfalls verworfen werden.

3.
Die Erde ist ein von 244 Riesen getragener Quader, um den die Himmelskörper kreisen. Der Mittelpunkt der Erdoberfläche - und damit der gesamten Galaxie - ist die Stadt Lalalabad in Halunkistan, woraus sich der weltliche Herrschaftsanspruch der Halunken über das Universum ableitet.

4.
Der Eingang zur Unterwelt befindet sich in Alemanistan, unterhalb der Stadt Limburgibad (in Kürze, nach der Erteilung der notwendigen behördlichen Genehmigungen, wird dort mit Grabungsarbeiten und tiefgründiger Feldforschung begonnen).

Das Muchtarat Halunkistan in seiner Eigenschaft als Schutzmacht der absurdischen Nationen wird die Verhöhnung der Wissenschaft durch beliebige, abwegige Theorien nicht mehr länger hinnehmen. Unbelehrbare Querulanten müssen sich künftig auf eine hochnotpeinliche Untersuchung durch das Mamikanische Ketzergericht einstellen.

hpa

Sonntag, 2. Februar 2014

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der Woche:
halunko

Ein ganz normaler Tag

Was macht eigentlich ein Muchtar den ganzen Tag lang? Diese Frage wird hier beantwortet. Ein Tag aus dem Leben eines mächtigen Herrschers:

08:30 Uhr: Der Wecker schlägt Alarm. Der Muchtar dreht sich noch mal um und döst weiter.

08:45 Uhr: Der Wecker meldet sich erneut. Der Muchtar verlässt das Bett und begibt sich ins Badezimmer.

08:55 Uhr: Der Muchtar setzt sich im Esszimmer an den Tisch und wartet bei einer Zigarette auf sein Frühstück.

09:00 Uhr: Ein reichhaltiges Frühstück wird aufgetischt. Der Muchtar trinkt zwei Tassen Kaffee, schlägt sich den Bauch voll und raucht noch eine Zigarette. Nebenbei liest er die Titelseite der Staatszeitung ›Wir Halunken‹.

09:30 Uhr: Der Muchtar fährt in seiner Nobelkarosse mit zwei Begleitfahrzeugen und sechs schwerbewaffneten Angehörigen der Halunkenmiliz 500 Meter weit bis zum Staatspalast.

09:35 Uhr: Der Muchtar betritt sein Büro und macht es sich hinter dem riesigen Edelholzschreibtisch bequem. Die schnuckelige Büroleiterin serviert einen Kaffee mit Cognac. Dazu raucht der Muchtar eine dicke Zigarre.

09:45 Uhr: Es erfolgt der Rapport der Minister und Amtsleiter per Videokonferenz. Alle anfallenden Arbeiten werden gerecht aufgeteilt.

10:00 Uhr: Der Muchtar denkt darüber nach, seine Büroleiterin zur Ehefrau Nummer 5 zu machen und geht anschließend mit dem Baschi der Halunkenmiliz ein Bier trinken.

11:00 Uhr: In der Audienzhalle dürfen zehn ausgewählte Halunkistaner ihre Anliegen vortragen und erhalten sofort einen Bescheid. Bürgernähe wird im Muchtarat groß geschrieben.

12:30 Uhr: Mittagspause. Der Muchtar lässt sich das Essen von einem Service liefern, speist in der Regierungskantine oder lässt sich die 300 Meter zum Lieblingsrestaurant ›bloody steak‹ fahren.

14:00 Uhr: Zum Erhalt der Wehrkraft des Muchtars geht er in den Keller des Staatspalastes, wo sich ein Schießstand befindet.

14:30 Uhr: Zurück im Büro unterzeichnet der Muchtar alle möglichen Unterlagen, die seine nicht nur schnuckelige, sondern auch sehr zuverlässige Büroleiterin ihm vorlegt. Danach gibt es erneut Kaffee mit Cognac. Zweimal.

15:30 Uhr: Es finden einige Privataudienzen statt. Auch die geladenen Gäste bekommen Kaffee und Cognac.

16:30 Uhr: Der Muchtar berät mit dem Minister für Krieg, Frieden, Angriff und Verteidigung streng vertraulich über die Beschaffung neuer Waffensysteme. Seit drei Wochen wird anschließend der verbummelte Schlüssel für der Abschuss von Atomraketen gesucht.

17:00 Uhr: Es finden geheime Absprachen statt, unter anderem betreff der Einflussnahme auf Gerichtsverfahren, der Disziplinierung von aufmüpfigen Volksvertretern und der Vorbereitung von Militäroperationen.

18:00 Uhr: Der Muchtar fährt in seiner Nobelkarosse mit zwei Begleitfahrzeugen und sechs schwerbewaffneten Angehörigen der Halunkenmiliz 500 Meter weit bis zu seinem Wohnturm.

18:10 Uhr: Der Muchtar schaut sich im Staatsfernsehen seine Lieblings-Reality-Show ›Voll krass! Das witzige Leben der Europäer‹ an.

18:40 Uhr: Der Muchtar schaut sich im Privatfernsehen seine Lieblingskrimiserie ›Halunkistan CIS‹ an.

19:20 Uhr: Der Muchtar schaut sich im Staatsfernsehen seine Lieblingsabenteuerserie ›Die Tigerin von Schalalapur‹ an.

20:00 Uhr: Um informiert zu sein, ohne sich anstrengen zu müssen, schaut sich der Muchtar die staatliche Nachrichtensendung ›Gestern‹ an.

20:15 Uhr: Der Muchtar kümmert sich um seine Familie, indem er sich beim Obereunuchen nach eventuellen Eheproblemen erkundigt. Anschließend denkt er darüber nach, ob er seine schnuckelige Büroleiterin zur Ehefrau Nummer 5 nehmen sollte.

20:30 Uhr: Im Esszimmer wird das Abendessen eingenommen, danach findet die allabendliche Party mit dem persönlichen Freundeskreis des Muchtars statt.

00:30 Uhr: Der Muchtar begibt sich zu Bett. Weitere Informationen unterliegen der Geheimhaltung.

sirko

Öfters schreiben!

Nein, nicht hier. Briefe, die von der Landespost Halunkistan befördert werden und mit halunkistanischen Briefmarken versehen sind. Endlich ist die Sondermarke Femen pro Muchtar an die Poststellen ausgegeben worden und erfreut sich sofort größter Beliebtheit.

femenpromuchtar

Mein Alltag

Ein Beitrag von Prinzessa Kateryna Filipenko

Vermutlich fragen sich viele Menschen, womit eine halunkistanisch-kazakische Prinzessin sich beschäftigt, welchen gesellschaftlichen Rang sie bekleidet, was ihre Aufgaben sind. Dazu muss ich ein wesentliches Faktum voranstellen: Echte Prinzessinnen gibt in der gesamten Region nur einige wenige, so dass jedes Land sich glücklich schätzen darf, eine abzubekommen. Dementsprechend werden die Prinzessinnen auch ordentlich umsorgt und verwöhnt - besonders im wohlhabenden und prächtigen Halunkistan.

Also, beginnen wir mit meinem Alltag. Er kennt feste Regeln, ist stark reglementiert und von gesellschaftlichen Verpflichtungen geprägt. Mein normaler Tagesablauf:

10:00 Uhr: Der Radiowecker holt mich aus dem Reich der Träume und nach ein paar Minuten des Weiterdösens stehe ich auf.

10:10 Uhr: Ich beginne den Tag mit einem Entspannungsbad in frischer Eselsmilch. Esel sollen in Absurdistan den Bischöfen als Dienstwagen dienen, meint stets meine alemanistanische Zofe, aber ich mag das nicht so recht glauben. Haben die denn keine Pferde?!

10:40 Uhr: Nach dem Bad kümmere ich mich um mein Make-up und kleide mich an. Es dauert immer eine kleine Ewigkeit, etwas aus meiner reichhaltigen Garderobe auszuwählen. Ein Frühstück nehme ich nicht zu mir, da ich auf meine Figur achte, aber ich trinke zwei, drei Tassen Kaffee.

11:15 Uhr: Weil ich eigentlich Regierungspraktikantin bin und das Regieren erlernen soll, lasse ich mich von einer bewaffneten Eskorte der Halunkenmiliz (zwei Limousinen, vier Elitemilizionäre) zum Staats- und Regierungspalast bringen. Dort treffe ich den erhabenen Muchtar Taras und unterbreite ihm bei einem Tässchen Mokka, meist mit einem Cognac, mal kluge und mal alberne Vorschläge zur Landesverschönerung. Muchtar Taras sagt dann immer sehr charmant: »Katya, seit du hier lebst, kann Halunkistan gar nicht mehr schöner werden!«

12:45 Uhr: Ich nehme mein Mittagessen im Restaurant des Palasthotels ein. Da ich sehr mäkelig bin, trägt man mir immer ein 12-Gänge-Menü auf, von dem ich höchstens fünf bis sechs Prozent vertilge. Oft treffe ich im Restaurant die Alexa von Femen pro Muchtar; wir trinken dann meist gemeinsam ein Glas Krimsekt und machen uns über die Memmen und die Absurdische Union lustig.

14:00 Uhr: Ich beginne meine übliche Shoppingtour durch die Edelboutiquen Lalalabads. Alexa geht oft mit, obwohl sie ja selten etwas anzieht. Ich bewundere sie heimlich, aber als Prinzessin geht es nicht ohne mindestens einen Bikini. Mit dem Begleitfahrzeug werden meine Einkäufe umgehend in mein Luxusapartment abtransportiert.

15:00 Uhr: Sport muss auch sein. Im eigens für mich geschaffenen Sportzentrum nahe des Südwestviertels von Lalalabad reite ich entweder aus oder spiele Tennis. Natürlich ziehe ich mich in meiner eigenen Umkleidekabine entsprechend um. Nach dem Sport geht es ab nach Hause.

16:30 Uhr: Gemeinsam mit meiner Privatsekretärin erledige ich die leidige Fanpost und schmettere die lästigen Heiratsanträge ab. In der Regel verschicke ich eine A4-Autogrammkarte. Dazu benutze ich meine eigenen Briefmarken - die teuersten in ganz Halunkistan. Ich denke darüber nach, mir eine eigene Presse- und Poststelle zuzulegen.

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18:10 Uhr: Ich schaue mir im Staatsfernsehen meine Lieblings-Reality-Show ›Voll krass! Das witzige Leben der Europäer‹ an.

18:40 Uhr: Ich schaue mir im Privatfernsehen meine Lieblingskrimiserie ›Halunkistan CIS‹ an.

19:20 Uhr: Endlich kümmere ich mich um meine getätigten Einkäufe. Zum Glück verfüge ich über ein separates Ankleidezimmer mit Schmucktresor, sonst würde es eng. Dann werfe ich einen Blick in meinen Terminkalender und mache mir Gedanken um die Aktivitäten des kommenden Tages.

20:30 Uhr: Da ich zum engsten Kreis des Muchtars gehöre, nehme ich in der Regel an der allabendlichen privaten Party des Souveräns teil. Dort geht es immer sehr fröhlich und ausgelassen zu, denn in Halunkistan versteht man zu feiern.

23:00 Uhr: Da ich nicht allzu viel Wodka vertrage, lasse ich mich meist nach zweieinhalb Stunden nach Hause fahren.

00:00 Uhr: Ich begebe mich zu Bett, um noch ein paar Seiten zu lesen.

00:30 Uhr: Mich auf den nächsten Tag freuend, schlafe ich zufrieden ein.

So sieht also ein gewöhnlicher Tag in meinem Leben aus. Womit ich mich sonst beschäftige, erläutere ich vielleicht in einem nächsten Beitrag.

princess

Anmerkung:
Prinzessa Kateryna Filipenko ist die Tochter des Bogdan Filipenko, Ataman der Kazaken vom Meer, und der Sofia Filipenko, geb. Masepa. Deren Bruder ist Demjan Masepa, der gefürchtete Großataman der Kazaken vom Meer, ein enger Freund des Muchtars von Halunkistan.

Sonntag, 19. Januar 2014

Der Staat Halunkistan

Halunkistan, eigentlich Hala-Ank'Istani (dt.: Land der Glückseligen, russ.: Мучтарат Чалункистан, lat.: Regnum Halunkistanorum), ist ein vor dreizehn Jahren gegründeter, souveräner Staat in der Schaluppenregion.

Lage
Halunkistan befindet sich im Süden der Schaluppenregion unterhalb von Ostindien. Das Territorium umfasst etwa 973.870 Quadratkilometer und liegt zwischen dem Westlichen Schaluppenmeer und dem Östlichen Schaluppenmeer. Halunkistan umfasst die vier Landesteile Zentralhalunkistan, Westhalunkistan, Lemuristan und Schurkistan (Osthalunkistan). Gemeinsam bilden sie den Staat Muchtarat Halunkistan.

Einwohner
In Halunkistan leben insgesamt 66,883 Millionen Einwohner. Davon sind 37,311 Millionen geborene Halunken, 21,049 Millionen eingebürgerte Halunken sowie 8,523 Millionen Angehörige des nichthalunkischen Pöbels. Letzterer hat nur Halbbürgerrechte inne. Es leben etwa 69 Einwohner pro Quadratkilometer. Es gibt in Halunkistan fünf Geschlechter: Männer, Frauen, Memmen, Femen und Neutren. 99,97 Prozent der Halunken gehören den beiden erstgenannten Geschlechtern an.

Ethnische Minderheiten
In Halunkistan leben 4,221 Millionen Kazaken und 3,014 Millionen Lemuristaner. Ihre Rechte und Pflichten ergeben sich aus der jeweiligen Staatsbürgerschaft.

Religionen
73,02 Prozent der Halunken glauben an das Gott, weitere 13,57 Prozent an den Göttin. Hierbei sind Mehrfachnennungen möglich, da es auch Doppelgläubige gibt. 9,74 Prozent wissen nicht, was sie glauben sollen, weitere 8,91 Prozent wollen an nichts glauben und 6,28 Prozent haben mal geglaubt. Was als Religion gilt, bestimmt der Muchtar. Staatskirche Halunkistans ist die mamikanisch-unorthodoxe Großkirche.

regionen
Karte der Welt

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Karte der Schaluppenregion (KR = Kastell Rudolfo)

Politisches System
Halunkistan ist eine absolute Wahlmonarchie. Regent und uneingeschränkter Souverän ist der Muchtar von Halunkistan. Dieser bestimmt alles. Unterstützt wird er von den Wezir Baschis (Ministern) der Nationalregierung und vom Großen Nationalrat (Parlament). Politische Parteien werden in Halunkistan als überflüssig angesehen, daher gibt es nur drei.

Verwaltungsgliederung
Halunkistan besteht aus vier Landteilen mit insgesamt 13 Provinzen, die sich in 66 Distrikte gliedern. Landeshauptstadt ist die Millionenmetropole Lalalabad. Weitere Metropolen sind Schalalapur und Esrabad.

Überseegebiete
Als Überseebesitzung Halunkistans gilt das autonome Territorium der Karawaneninseln. Zur Sicherung der Besitzansprüche des Muchtarats auf die Inselgruppe und die vorgelagerten Edelmetall- und Diamantenatolle befinden sich dort mehrere Militärstützpunkte. Ebenfalls zum Staatsgebiet Halunkistans gehören die zahlreichen Bohrinseln in den Schaluppenmeeren.

Bewaffnete Kräfte
Sie umfassen 240.000 Soldaten. Darunter ist die persönliche Miliz des Muchtars (20.000 Mann), das Nationalheer (120.000 Mann), die Nationalluftwaffe (70.000 Mann) und die Nationalmarine (30.000 Mann). Es gibt Unmengen an Fluggeräten, Panzern und Schiffen. Halunkistan ist ABC-Macht. Zu den bewaffneten Kräften gehören weiterhin die 125.000 Reservisten der Nationalgarde sowie die 158.000 Beamten der Landespolizei, der Grenzpolizei und der Religionspolizei. Hinzu kommen zusätzlich die Schurkenmiliz mit 15.000 Mann und die Karawanenmiliz mit 8.000 Mann.

Kultur und Sitten
Halunken sind geradlinig, tapfer, trinkfest und gefräßig, aber auch sehr höflich. Sie benutzen häufig Wörter wie ›bitte‹ und ›danke‹. Es gibt zehn offizielle Begrüßungs- und Verabschiedungsformeln, die den jeweiligen Status der gegenseitigen Sympathie oder Antipathie widerspiegeln. Besonders ausgeprägt sind der Freiheitswille und der Gerechtigkeitssinn. In Halunkistan lebt man monogam. Ehen sind zwischen Frau und Mann, Frau und Memme, Femen und Mann oder Femen und Memme möglich. Polygamie ist nur dem Muchtar und den Baschis erlaubt. Der Muchtar kann bis zu fünf Ehefrauen haben, ein Baschi bis zu drei.

Wirtschaft
Halunkistan verfügt über eine starke Wirtschaft. Das Land profitiert hauptsächlich auch von unerschöpflichen Rohstoffen und Bodenschätzen, wie bspw. Erdöl, Erdgas, Eisen und Kupfer, Edelmetalle, Diamanten und Datteln. In Raffinerien wird das Rohöl vor dem Verkauf verarbeitet. Das Bruttoinlandprodukt beträgt pro Einwohner 1.525.188 Moneten. Ein Monet entspricht 6,73 Euro.

Mitgliedschaften
Das Muchtarat Halunkistan ist ordentliches Mitglied der Vereinten Nationen (UNO), der Schaluppischen Union (SCHAU), der Schaluppisch-Karaffischen Allianz (SCHAKA), des Schaluppischen Regionalverteidigungspakts (SCHARP), des Wirtschaftsbundes der Schaluppenregion (WISCH), der Gruppe USA, Russland und Halunkistan (G3) und der Liga der Raumfahrtnationen (LIRA).

Feiertage
Es gibt in Halunkistan 35 arbeitsfreie Feiertage. Diese sind der Geburtstag von das Gott (drei Tage), der Todestag und die Wiederauferstehung von das Gott (drei Tage), der Tag der Heiligen Drei Muchtare, das Pfingstfest des Mamikan (zwei Tage), der Tag aller Heiligen (zehn Tage), der Staatsgründungstag und die Nationalfeiertage (vier Tage), der Halunkentag, der Tag der Langen Messer, der Neujahrstag, der Frauentag, der Femenprotesttag, der Kindertag, der Tag der Streitkräfte und Milizen, der Tag des Drachen, der Warwaratag, der Truthahnfresstag sowie der offizielle und tatsächliche Geburtstag des Muchtars.

Warum die Großkirche arm sein muss!

Ein Beitrag von Baschi Ilja Rasin

Die Halunkinnen sind die schönsten Frauen auf der Welt. Das steht schon mal fest. Und die Halunken sind die härtesten Männer auf der Welt. Auch das steht fest. Aber warum sind die Halunken so eisenhart? Weil sie nicht verpimpelt und verweichlicht sind, wie bspw. die Memmen in Mittelabsurdistan.

Halunken sind echte Kerle. Sie schlafen im Stehen, tragen Kampfanzüge, führen Fehden und tragen Duelle aus. Protz und Prunk sind uns fremd. Wir brauchen solche Albernheiten nicht. Wir stehen auf edle Schlichtheit. Der Bischofspalast in Limburgibad sollte dem Muchtarat als Botschaftsgebäude zur Verfügung gestellt werden.

Prunk und Protz gehören in die Tempel. Wo sie das Gott dienen und nicht der Bequemlichkeit der Memmen. Die mamikanisch-unorthodoxe Großkirche muss also arm sein, weil sie sämtliche Moneten in Prunk und Protz zu investieren hat, anstatt die Kohle irgendwo anzuhäufen.

Mämstin Aleksandra Elisaweta XIX. hat es erkannt - und sämtlichen Tempeltänzerinnen eine neue perlen-, edelstein- und goldstrotzende Garderobe spendiert. Auf Pump! So und nur so funktioniert ›arme Großkirche‹!

rasin

Schönes Halunkistan

Ein Beitrag von Prinzessa Kateryna Filipenko

Halunkistan ist meine Wahlheimat. Mit allen Ehren, Rechten und Pflichten bin ich aus tiefstem Herzen eine Halunkin. Hier gehöre ich hin. Ich liebe die unendlichen Steppen und die dunklen Wälder, die rauen Berge und die klaren Gewässer, ich liebe die prächtige Stadt Lalalabad und die wunderbaren Menschen überall im Land. »Halunkistan - Staat der Staaten«, sagt man. Völlig zurecht. Das aufstrebende Muchtarat ist so allumfassend liebenswert, dass ich es niemals wieder verlassen werde.

Selbst in der großartigen Schaluppenregion ist Halunkistan immer ein Stück schöner und glanzvoller als andere Länder. Hier sind die Frauen noch Frauen und die Männer noch Männer. Es ist alles so, wie es sein muss. Ganz anders als in den furchtbaren Staaten der Absurdischen Union. Diese erinnern mich stets an Sodom und Gomorra. Obwohl, dieser Vergleich wäre vielleicht ein wenig zu freundlich. Denn damals wusste man es vielfach nicht besser. Heute schon.

Ja, Absurdistan ist dermaßen schrecklich, dass monatlich das diplomatische Personal ausgetauscht wird. Keine Halunkin und kein Halunke hält es länger als einen Monat dort aus. Weil es stinkt. Nach Abgasen, Schweinegüllekraftwerken und Siechtum. Und weil alles überproportional ist. Die Hinterteile und Bäuche, die Luxusautos und Bankkonten, die Dummheit und die großen Münder. Zwar gibt es Ausnahmen, natürlich, doch sie werden immer weniger.

»пе́кло« nennen wir diesen Kontinent, Hölle. Zutreffender kann man Absurdistan nicht umschreiben. Nicht mal mehr ordentlich vermehren kann man sich dort und zehrt daher vom Blut anderer Völker. Die Frauen wollen Männer sein und die Männer Frauen, die wenigen Kinder werden in Tagesstätten kaserniert und die Alten sterben einsam und verlassen in Heimen. Grausam, einfältig, zerstörerisch. Eine solche Gesellschaft kann nicht mehr lange existieren.

Daher bin ich sehr, sehr glücklich darüber, in Halunkistan leben zu dürfen. Hier ist alles so schön normal. Bis auf ein paar Dutzend einfältiger Querulanten und dummschwätzender Miesmacher wirken alle Halunkinnen und Halunken am größten aller Ziele mit: der Weltrettung.

»Lieber in Halunkistan sterben als in Absurdistan leben«, sagt stets der liebenswerte Muchtar Taras. Diese Aussage kann ich nur dick unterstreichen und doppelt hervorheben. Denn hier kann ich Frau sein, nur hier, und werde von den tapferen Männern des Landes verehrt - ohne mir den Unsinn vom anerzogenen Geschlecht anhören zu müssen.

Das Gott segne Halunkistan!

princess

Die Nationalhymne

des Muchtarats Halunkistan

1. In Staub und Schatten geboren,
ohne Freiheit und Stolz und ohne Recht,
ohne Hoffnung, arm und längst verloren,
erhob sich der halunkische Knecht.
Er tat endlich sein Schicksal zwingen,
kämpft mit Mut, den Sieg zu erringen

|: Für unser Halunkistan, Land zwischen Meer und Höh'n,
wo Männer echte Kerle sind und Frauen wunderschön! :|

2. Wir stürmten aus dem kargen Lande,
in Strömen floss unser rotes Blut.
Im Wind weht die Fahne unserer Bande
für die Freiheit, unser höchstes Gut.
In den dunkelgrünen Wäldern,
auf den blutgedüngten Feldern:

|: Blüht nun Halunkistan, Land zwischen Meer und Höh'n,
wo Männer echte Kerle sind und Frauen wunderschön! :|

3. Die Tyrannen mussten bald entfliehen,
in den Meeren versank bald ihre Macht.
Doch den Feinden haben wir verziehen
und unseren Frieden gemacht.
Im Norden und im Süden
blüht unser Land im Frieden.

|: Es lebe Halunkistan, Land zwischen Meer und Höh'n,
wo Männer echte Kerle sind und Frauen wunderschön! :|

standarte

[Komponiert von den Baschis der Rebellen während des
Halunkenaufstandes vor der Entscheidungsschlacht bei
Schalalapur, die mit der Befreiung der Halunkistaner
von idiotistanischer Fremdherrschaft endete.]

Halunkistan

Der Staat der Staaten!

Gäste & Touristen

Maulender Schriftsteller
Normseiten bis Noel 2014:
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Halunkistan News

Die neuen Pässe sind da und können bei den zuständigen Behörden abgeholt werden!

Taras Sirko (o.), Prinzessa Kateryna Filipenko (m.) und ›Spezi‹ Ilja Rasin (u.):

Halunkistans Archiv

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01. DAS MUCHTARAT
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